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A Sudden Glimpse of Deeper Things

 

Die schottische Künstlerin Wilhelmina Barns-Graham bestieg am 29. Mai 1949 den Grindelwaldgletscher und malte danach eine lange Zeit obsessiv eine Serie von abstrakten Gletscher-Bildern. Die Begegnung hatte ihre Kunst transformiert. Die Strukturen des Gletschers sind bis ans Ende ihrer 65 Jahre dauernden Karriere ein wiederkehrender Bestandteil ihrer Werke. Dank ihrer Synästhesie konnte die moderne Künstlerin schon früh scheinbar banale Dinge in Kunstwerke verwandeln. Zeitlebens trotzte sie dem Kunst-Establishment ihrer Zeit. Der kreative Essayfilm versucht, den Moment ihrer Inspiration zu verstehen und verknüpft dafür Archivaufnahmen, ihre Bilder, Notizbücher und Sprachaufnahmen von Barns-Graham mit inszenierten Sequenzen sowie von Tilda Swinton eingesprochenen Tagebucheinträgen. Dem Filmemacher Mark Cousins gelingt spielerisch ein eigensinniges und euphorisches Plädoyer dafür, den rechtmäßigen Platz dieser außergewöhnlichen, aber wenig bekannten Künstlerin in der Kunst des 20. Jahrhunderts anzuerkennen.

 

Fr. 10. Okt. 15:00 | Haus der Jugend

 

Englische Originalfassung